Leben im Hospiz (c) njene@photocase.de

Wir sind für Sie da!

Lernen Sie uns vor Ort kennen

Sie sind für sich selbst oder eine Ihnen nahestehende Person auf der Suche nach einem Platz im Hospiz? Und es stellt sich die Frage, ob das Caritas-Hospiz Düsseldorf Ihren Vorstellungen entspricht? Selbstverständlich sind unsere Mitarbeitenden für Sie da und beraten Sie jederzeit sehr gern kostenlos.

In unserem Hospiz spüren Sie eine besonders herzliche, offene und familiäre Atmosphäre, denn darauf legen wir besonderen Wert! Um Ihnen eine persönliche Beratung und eine Vorstellung von unserem Haus zu ermöglichen, eignet sich ein Gesprächstermin, damit wir Ihnen alle Ihre Fragen ausführlich beantworten können.

Kontaktieren Sie uns unter der Telefonnummer: (0211) 1602 - 29 90, um einen Gesprächstermin zu vereinbaren. Wir nehmen uns Zeit für Sie und beantworten Ihnen gern Ihre Fragen.

Fragen und Antworten

Wir stehen gleich zu Beginn an Ihrer Seite. Zunächst möchten wir gemeinsam mit Ihnen in einem persönlichen Beratungsgespräch Ihre Wünsche und Bedürfnisse klären und überlegen, zu welchem Zeitpunkt die Aufnahme in unser Hospiz erfolgen soll. Um Sie oder eine Ihren nahestehende Person aufnehmen zu können, muss der behandelnde  Arzt (z.B. Hausarzt oder der Arzt im Krankenhaus) ein ärztliches Gutachten (Hospiznotwendigkeitsbescheinigung) ausstellen. Bei Vorliegen dieser Voraussetzung hat der Patient dann einen Anspruch auf Leistungen durch seine Krankenkasse, die mit diesem Gutachten ebenfalls geltend gemacht oder der aktuellen Pflegesituation angepasst werden können. Dazu muss der Patient oder müssen dessen Angehörige einen Antrag auf Hospiz- und Pflegeleistungen stellen. Selbstverständlich sind wir Ihnen bei allen Formalitäten behilflich.

Grundsätzlich hat jeder einen Anspruch darauf, im Hospiz ein Zimmer zu erhalten, der gesetzlich/privat krankenversichert ist und unter einer schweren Erkrankung leidet. Diese muss ein weit fortgeschrittenes Stadium erreicht haben und ohne Aussicht auf Heilung sein. Auch haben Patienten Anspruch auf einen Hospizplatz, wenn ihr Zustand eine palliativmedizinische Behandlung notwendig macht, eine Krankenhausbehandlung nicht erforderlich ist oder wenn ihre Lebenserwartung auf einige Wochen oder wenige Monate begrenzt ist.

Jeder kann entweder sich selbst oder einem ihm nahestehenden Menschen für einen Platz in unserem Caritas-Hospiz anmelden. Nach vorheriger telefonischer Absprache ist es selbstverständlich möglich, das Hospiz zu besichtigen. Wir können Sie oder Ihren Angehörigen jederzeit unverbindlich auf unserer Warteliste eintragen. Sobald ein Platz frei wird, melden wir uns zeitnah bei Ihnen. Bitte bedenken Sie: Für die endgültige Anmeldung benötigen wir dann jedoch ein ärztliches Gutachten (Hospiznotwendigkeitsbescheinigung).

Krankheitsbilder, die zu einer Aufnahme in ein Hospiz führen können, sind beispielsweise fortgeschrittene Krebserkrankungen, Erkrankungen des Nervensystems, chronische Leiden von Herz, Lungen, Niere oder des Verdauungstraktes oder Aids.

Palliative Care beschreibt ein international anerkanntes ganzheitliches Betreuungskonzept zur Begleitung Schwerstkranker, Sterbender sowie deren Angehörigen. Die Weltgesundheitsorganisation erstellte 2002 eine offizielle Definition dafür: “Palliative Care ist ein Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und ihren Familien, die mit Problemen konfrontiert sind, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung einhergehen, und zwar durch Vorbeugen und Lindern von Leiden, durch frühzeitiges Erkennen, Einschätzen und Behandeln von Schmerzen sowie anderer belastender Beschwerden körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art.” Einfach gesagt heißt das, Palliative Care soll Schmerzen und andere belastende Symptome mindern, wie z.B. Übelkeit und Erbrechen oder Atemnot.

Um unsere Gäste und ihre Angehörigen optimal in der kommenden Zeit unterstützen zu können, werden unsere Mitarbeitenden über einen längeren Zeitraum von Fachkräften speziell im Bereich Palliativ Care geschult. Die palliative Pflege beginnt, wenn Krankheitsverläufe und -symptome nicht in ihrer Ursache therapiert werden können. Das Ziel ist demnach die Erhaltung oder die Wiederherstellung einer erträglichen, symptomfreien Lebensqualität, sodass sie trotz ihrer Krankheit am täglichen Leben teilhaben können.

Unser Caritas-Hospiz ist ein offenes Haus. Wir wissen, wie wichtig Familie und Freunde sind, und freuen uns daher sehr, wenn unsere Gäste die Möglichkeit haben, diese zu besuchen oder Besuch von ihnen zu erhalten – und das rund um die Uhr. Sofern es der Gesundheitszustand zulässt, ist es daher natürlich möglich, dass unsere Gäste das Hospiz, gegebenenfalls auch über Nacht, verlassen können, um Angehörige oder Freunde zu besuchen.

Die Wünsche und Bedürfnisse unserer Gäste stehen an oberster Stelle - das ist für uns selbstverständlich. Die jeweiligen Patientenverfügungen werden daher in jedem Fall eingehalten.

Die Kosten, die für den Aufenthalt im Caritas-Hospiz entstehen, werden bis auf einen Eigenanteil des Trägers (fünf Prozent) von den jeweiligen Kranken- und Pflegekassen abgedeckt, sodass der Hospizgast keinen Eigenanteil erbringen muss. Damit dies auch reibungslos verlaufen kann, müssen die Angehörigen oder die Bezugsperson vorab einen Antrag auf Leistungen der Pflegekasse stellen. Den restlichen Eigenanteil von fünf Prozent übernimmt der Hospizverein des Caritas-Hospizes Garath.

Die aktuelle öffentliche Diskussion um die aktive Sterbehilfe in Form von begleitetem Suizid oder Tötung auf Verlangen verunsichert mit ihrem Für und Wider viele Menschen, besonders auch Christen. Die Deutsche Bischofskonferenz bietet hier viele Anregungen sowie Hinweise auf Materialien, um sich mit dieser Thematik aus christlicher Sicht auseinanderzusetzen. Das Erzbistum Köln hat ebenfalls eine Broschüre zur Sterbebegleitung und Sterbehilfe verfasst, die einen sehr hilfreichen Beitrag dazu leistet, Begriffe und rechtliche Zusammenhänge zu klären, Argumente zu verstehen und einzuordnen. Die Veröffentlichung „Entscheidungen am Ende des Lebens – Argumentationshilfe zur Sterbebegleitung und Sterbehilfe“ ist hier online verfügbar. Weiterführende Informationen im Detail, von pastoralen Angeboten über die Bestattungskultur bis hin zur Trauerbegleitung, finden Sie hier zudem auf der separaten Website des Erzbistums Köln mit dem Titel "Abschied und Trost".

Der Caritasverband Düsseldorf e.V. betreibt 120 soziale Dienste, Beratungsstellen und Einrichtungen in Düsseldorf und ist der älteste Wohlfahrtsverband der Landeshauptstadt. Vertreten an mehr als 90 Standorten, stellt er diverse Angebote für alle Menschen - unabhängig von ihrer Nationalität und Herkunft, ihres Alter oder ihrer sexuellen Identität sowie ihrer Glaubensbezeugung zur Verfügung. Über 1.550 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen im gesamten Stadtgebiet für eine fachgerechte Beratung und Betreuung. Außerdem arbeitet der Caritasverband Düsseldorf e.V. eng mit den katholischen Kirchengemeinden der Stadt zusammen: Mehr als 2.000 ehrenamtlich Aktive engagieren sich in den Gemeinden oder in den verschiedenen Caritas-Einrichtungen. Insgesamt erreichen unsere Angebote jährlich mehr als 25.000 Menschen in Düsseldorf. Weitere ausführliche Informationen über die  Dienste und Einrichtungen, Kontaktadressen und Ansprechpartner finden Sie auf dem Internetauftritt des Caritasverbandes Düsseldorf.

Interview mit der Hospizleitung Franz-Josef Conrads:

conrads

Sie leiten das Caritas-Hospiz schon über 20 Jahre. Was macht Ihr Hospiz so besonders?
„Das Besondere ist das `Normale´, dass heißt, das sich hier das normale gesellschaftliche Leben widerspiegelt mit all seinen Bedürfnissen, Erwartungen, Widersprüchen, Wünschen, seiner Skurrilitäten sowie allen Lebensentwürfen, die unsere Gesellschaft hervorbringt. Dies alles mit der Angst vor dem Tod darf hier so sein und halten wir aus."

Was tun Sie, um den Gästen und Ihren Angehörigen die Angst vor dem Sterben zu nehmen?
„Man kann die Angst vor dem Sterben niemandem nehmen. Wir können immer nur anbieten, diese Angst mit ihm auszuhalten, und gemeinsam versuchen, eine Antwort für seine Angst zu finden - in der Hoffnung, es dem Sterbenden zu erleichtern."

Was heißt es, im Hospiz, besonders in der Pflege, zu arbeiten?
„Berührt zu sein von der jeweiligen Lebenssituation und dem Befund, trotzdem fachlich geerdet als Mensch dem Gast zur Seite zu stehen."

Was ist für Sie das Wichtigste hier in Ihrer Arbeit?
„Authentisch, wahrheitsgetreu, lebensbejahend und liebend den Menschen zu begegnen."

Was umfasst eine Ausbildung in der Palliative Care?
„Sie umfasst die Themen psychosoziale Begleitung, Selbstreflektion, Schmerztherapie und Symptomkontrolle, alternative Pflegemethoden sowie den Umgang mit Tod und Trauer so zu lernen - soweit dies möglich ist. Die Weiterbildung allein befähigt nicht ausschließlich zur Arbeit im Hospiz, es kommt auch auf die Haltung der Person basierend auf gesundem Menschenverstand an."

Für die Betreuung der Patienten setzt das Hospiz auf die ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Ökumenischen Hospizbewegung Düsseldorf-Süd. Gibt es genug Interessenten, und was bedeuten die Ehrenamtlichen für Sie?
„Egal in welchem Bereich ehrenamtliche Arbeit gebraucht wird, es gibt eigentlich nie genügend Engagierte. Die Begeisterung von neuen Interessierten an der Begleitung Sterbender und Trauernder nimmt in der Gesellschaft nicht unbedingt zu. Ehrenamtliche Arbeit bedeutet für uns eine zusätzliche Unterstützung in der Gestaltung der Alltäglichkeiten des jeweiligen Gastes. Das kann sein das Servieren der Mahlzeiten, das einfühlsame Gespräch, das Gießen der Blumen im Garten, der Dienst am Empfang, die Gestaltung des Hospizcafés, das Backen von Waffeln bis hin zum Dabeibleiben, bis sich Leben im Sterben vollendet."

Herzlichen Dank